3D Druck: Mein nächstes eigenes Design

Der Daniel lernt 3D Druck

Als 3D Drucker Besitzer kommt man ja auf die absurdesten Ideen.

Neulich hatten wir uns in der Küche über die Grillzange geärgert, die die Schublade von innen verklemmt hatte.
In der Vergangenheit hatten wir einfach ein Haushaltsgummi drum gewickelt, jedoch ist unser Modell etwas zu stark dafür, so dass bereits nach kurzer Zeit die Gummis wieder kaputt sind.

Also hat der Daniel sich die kostenlose Privatanwender Version von Fusion360 (LINK) besorgt, sich eingearbeitet, die Grillzange mit einem Messschieber vermessen und dieses formschöne Design ausgearbeitet.

Wie gesagt, sollte es vorallem stabil sein und an Ort und stelle bleiben. Daher die kleinen Erhöhungen, die in die Einkerbungen der Grillzange greifen.

Ich hätte es auch etwas enger machen können, aber bin mit dem ersten Entwurf soweit zufrieden. Es muss nicht unendlich viel Kraft aufgewand werden, damit die Zange da rein passt und das Material sieht bisher auch unter Dauerbelastung noch gut aus.

Klar ist das jetzt keine Heldentat auf derer man sich ewig an mich erinenrn wird. Aber ein wenig Stolz bin ich schon, dass ich kleiner Grobmotoriker das richtig ausgemessen, gebaut und gedruckt habe, so das es passt und seinen Zweck erfüllt.

Die Einarbeitung in Fusion360 selbst ist etwas ungewohnt für mich, aber ich habe Spaß dran und freue mich auf die nächsten Kapitel. YouTube Tutorials helfen ;-)

Link zum Objekt bei Thingiverse: https://www.thingiverse.com/thing:4917324


3D Druck: Mein erstes eigenes Design

Der Daniel lernt 3D Druck

Eines meiner Ziele war ja, ein eigenes Design zu erstellen, Drucken und nutzen.

Und da die Herrin des Hauses gerade dem HulaHoop Fieber verfallen ist und ich es nicht mag, wenn die Dinger in der Bude rumrollen, prästentiere ich den HOOPHOLDER!! *tusch*

Download bei Thingiverse: https://www.thingiverse.com/thing:4758519

Damit wir uns richtig verstehen, die Reifen haben ein Gewicht von 1,6 und 1,2 KG!
Nach 2 Monaten Nutzung ist der HoopHolder immernoch stabil an der Wand, ohne sich zu verbiegen. Warten wir mal ab was das PLA zum Sommer sagt :-D

Stabilität hat natürlich ihren Preis, die Druckzeit sind ca 10h.

Aber ich bin mit dem Ding zufrieden, auch wenn ichs mir einfach gemacht habe und ThinkerCAD dafür genutzt habe.
Next Station: Fusion360, dasman als Privatanweder auch Kostenlos nutzen kann!

 

 


BLTouch am Ender 3 Pro mit 4.2.2 oder 4.2.7 Mainboard

Der Daniel lernt 3D Druck

Ich versuche jetzt hier mal eine Info zu verbreiten, die ich selbst teuer lernen musste.

DER BLTOUCH STECKER IST FÜR DEN ENDER 3 PRO FALSCH VERKABELT!

Aber von vorne.
Ich habe mir bei Creality einen BLTouch gekauft. Das Druckbett ist etwas uneben und die Rate mit der ich neu Leveln musste, hat mich dann doch langsam genervt. Also das Ding bestellt, YT Tutorial geguckt und los gehts.

Jetzt ist bei der Packung ein TransferBoard dabei, aber das 32 Bit Mainboard 4.2.2 hat einen extra Slot für den BLTouch. Soweit so verwirrend.
Also erstmal das Transferboard dran, FW geflasht und... nichts. BL Touch ohne Funktion. Also habe ich die Stecker wei beschrieben an die dafür vorgesehenen Kontakte gestöpselt.

*BZZT* Weisser Rauch, wir haben einen neuen Elektroschrott.
Es hat mir das Mainboard gebruzzelt.
Denn, so kommt das BLTouch Kabel vom Drucker Hersteller:

3 Pol Stecker: Gelb, Blau, Rot <-- FALSCH
2 Pol: Schwarz, Weiss

Wie ich dann durch laaaaange Recherche erfahren habe, richtig ist:

3 Pol: Gelb, Rot, Blau

2 Pol ist richtig

Also einmal Rot und Blau tauschen.

An dieser Stelle ein Einwurf: Ich habe mir als Ersatzteil gleich das 4.2.7 Mainboard AKA Silent bestellt und war doch sehr überrascht, wie leise der Drucker sein kann, nur durch ein anderes Mainboard. Also, wenn du dir deins auch gebruzzelt hast, kauf gleich das 4.2.7 nach!

Also mit Feinwerkzeug die Litzen aus dem Stecker geholt, getauscht und auf einmal gehts.
Die Stecker passen nicht wirklich gut an die dafür vorgesehene Stelle, aber mit einer Spitzangge kann man das etwas zurechtbiegen.

So sieht das Ganze dann aus:

Von Links nach Rechts:
BLAU - ROT - GELB - SCHWARZ - WEISSAuch wichtig, der Stecker für den Z Achsen Kontakt, 3. von Rechts, muss raus! Nicht vergessen.

Dann noch die FW für die passende MB Version flaschen (ohne Transferboard) und los gehts.
Jetzt müssen wir den Z Offset Einstellen, was auch etwas nervig ist, da im Herstellervideo etwas beschrieben wird, das bei mir im Display anders aussah.

1. Configure -> BedLeveling -> Level Bed ausführen (dauert einen Moment)
2. Bed Leveling -> AutoHome
3. Platt Papier bereit halten
4. Prepare -> Move Axis -> Z -> 0.1mm und in kleinen Schritten runter fahren, bis das Papier noch leicht kratzend durchgeht, aber nicht hängenbleibt
5. Die Zahl merken, oder aufschreiben, hast ja grad ein Blatt in der Hand ;-)
6. Configure -> BedLeveling -> Z Offset -> Auf den Wert Einstellen, den du gerade ermittelt hast.
7. Store Offset! Sonst ist es nach einem Reboot wieder weg

Und jetzt klappts auch mit dem BLTouch:

VID_20210314_142808.mp4


Ender 3 Pro: 3D Drucker richtig leveln

Eine der Sachen, die man über den Ender 3 Pro häufig liest ist, dass der richtig gelevelt werden muss.

also mit den Rädchen unter dem Heizbett den Abstand zur Düse richtig einstellen.
folgende vorgehensweise habe ich mir angewöhnt:

  1. Z Achse an der rechten Seite kurz, vorsichtig nach unten drücken.*
  2. Auto Home ausführen
  3. Disable Steppers ausführen
  4. Mit einem Blatt Druckerpapier zwischen Nozzle und Druckbett "fühlen" und an den Rädchen drehen.
  5. Der Abstand sollte ein leicht kratzendes Blatt Papier sein, nicht blockierend, nicht frei schwebend.
  6. Das wiederholt man für alle Ecken, und für die Mitte des Druckbettes.
  7. Wenn du fertig bist: fang von vorne an, das auch die Ecken mit denen du angefangen hast, nicht ins Bett Kratzen.
  8. Druckbett mit Isopropanol reinigen.

*Warum am Drucker drücken fragst du dich?
Meine Z Achse ist auf der nicht befestigten Seite beweglich. Anfangs dachte ich, das die waagerecht ausgerichtet gehört.
Bis, kurz nach Start des Drucks, die Achse scheinbar von alleine abgesackt ist. das hatte nicht zur zur folge, dass der Druck unbrauchbar war, nein auch das Druckbett hat es zerstört. Das Filament wurde in das Druckbett gekratzt.
Daher habe ich mir auch Ersatz beschafft, falls ich sowas nochmal schaffen sollte.

Für euch getestet:
Amazon 20€/1-2 Tage,
Creality Shop: 15€/4-7 Tage,
AliExpress: 10€/4-5 Wochen


Der Creality Ender 3 Pro - Teil 2 - Da ist das Ding! Aufbauen, Leveln und Anschliessen

Der Daniel lernt 3D Druck

Endlich war es soweit, der Drucker ist da!

Also wir sprechen hier von einem DYI Bausatz. Auspacken, Anschliessen, Loslegen ist hier nicht.

Die Anleitung ist sehr spartanisch. Auf der ersten Seite bin ich noch gut damit zurecht gekommen, auf der Zweiten (von Zwei) wird dann doch etwas Hellseherei verlangt.

Geholfen hat mir folgendes Video (nicht von mir): https://www.youtube.com/watch?v=fHeMT7h6PKM

Insbesondere das Einhängen des Riemens, ist nicht in der von der Anleitung beschriebenen Reihenfolge machbar. Finde ich zumindest.

Großes Pro:
-Alle Schrauben, sind in getrennten, beschrifteten Tütchen.
-Ersatzschrauben und Teile sind vorhanden, nicht wundern wenn was übrig bleibt.
-Alle Werkzeuge vorhanden: Imbusschlüssel, Spachtel, Zange

In ca 2h war ich durch und habe mich getraut den Strom ein zu schalten.

Und es lebt! Ich war schon etas stolz, das der Status im Display mit "OK" angegeben wurde.

Als Erstes muss das Druckerbett gelevelt werden. Also das Druckbett Waagerecht zum Druckkopf ausgerichtet werden, damit der Abstand zwischen Druckbett und Druckkopf gleichmäig ist. Eine Wasserwage bringt nichts!
Dazu brauchen wir ein Blatt Papier, das wir auf das Druckbett legen.

Dann geht es los am Display, den Bedienknopf kann man drehen und Drücken zum Bestätigen:
PREPARE -> AUTO HOME, der Drucker wird in ds Linke untere Ende fahren.
PREPARE -> DISABLE STEPPERS, wenn dieser Punkt Ausgewählt wurde, kann das Gerät mit der Hand bewegt werden, ohne die Motoren zu schrotten.

Jetzt bewegt man das Druckbett und den Druckkopf vorsichtig von Ecke zu Ecke.
In jeder Ecke sollte man ein Blatt Druckerpapier, gerade so zwischen Druckkopf und Druckbett bewegen können. Nicht mehr und nicht weniger. Einstellen kann man dies über die 4 großen Drehräder an der Unterseite.
Wenn man mit allen 4 Ecken durch ist, sollte man die Prozedur wiederholen um sicher zu sein, das man nichts verstellt hat.

VORSICHTIG! Sonst zieht man mit dem Druckkopf eine Furche durch das neue Druckbett. Für euch getestet.
Das sollte man auch nach einem Druckjob noch mal weiderholen. Scheinbar hat sich das ganze bei mir dann wieder verzogen. Neben einem schnell Lieferbaren habe ich mir dann noch Ersatzdruckbetten aus China bestellt. Sicher ist sicher...

Jetzt kann es losgehen: Das Filament wird eingelegt. Bitte das Bett ganz zurückschieben, so dsa der Druckkopf fast im freien hängt.

Dazu wählt man im Menü
PREPARE -> PREHEAT PLA, und fängt an das Filament einzufädeln.
Den Anfang des Materials gerade ziehen, abschneiden wenn nötig und dann die Klammer zusammendrücken. Das Filament vorsichtig durch beide Löcher am Bowden Extruder schieben. Das ist Anfangs etwas nervig, man gewöhnt sich aber schnell dran.

Weiterschieben, bis man einen Widerstand spürt, wenn etwas Material aus dem Druckkopf kommt, hast du alles richtig gemacht!

Den Druckkopf jedesmal aufheizen, wenn man befüllt oder entleert!

Das nächste mal kommen wir zum 3D Model für den Druck, Slicen und Drucken. :-)


Neues Spielzeug: Der Creality Ender 3 Pro - Teil 1 - Bestellen, aber was?

Der Daniel lernt 3D Druck

Hier ein Eisteiger Tagebuch/Guide zum Thema 3D Druck. Wenn du überlegst dich damit zu beschäftigen oder mich auf meinem Weg zu Begleiten, ist dies der Anfang meiner Reise

Ich spiele ja gern mit Technik Sachen rum und habe schon länger mit einem 3D Drucker geliebäugelt. Wobei mir Kosten/Nutzen immer im im Kopf herumgeisterten. Brauchst du das? Spielzeug für 600€? Muss das sein?

Und dann bin ich über den Crealty Ender 3 Pro gestolpert. Ein Clon des MKS3 von Prusa, günstiger, wenn auch schlechter verarbeitet.
Kostenpunkt: 175€ - Das war mir günstig genug, um den Einstieg zu wagen.

Meine Skills:
-3D Druck, wenig.
-3D Design, kaum.
-Handwerklich, entusiastisch!
-IT, vorhanden. Windows, Linux, Netzwerk,... alles kein Ding.
Ich wusste grob was ein Slicer ist und wie ich mit TinkerCAD 3D Modelle erstelle. Was, welches Filament macht und tut oder wie ich das in den Drucker bekomme und was ich einstellen muss, wusste ich nicht

Meine Ziele:
-Drucker zusammenbauen
-Testdrucke durchführen und den Drucker erweitern
-Gehäuse für den RasPi drucken
-Raspberry Pi mit Octoprint zum Laufen bringen

Langfristige Ziele:
-Eigenes Design drucken
-Remixe von Designs erstellen

Also erstmal tief stapeln und langsam reinkommen ist die Devise.
Erstmal musste auf das Paket gewartet werden. In der Zwischenzeit habe ich ein Kellerregal frei geräumt und dort auch den WLAN Empfang kontrolliert.
Der Drucker wird Krach machen, über lange Strecken. Was im Homeoffice nicht viel Spaß machen wird, wenn man direkt daneben sitzt.

Also, was brauch ich alles? (ausser dem Drucker)

  • Filament
  • Aufbewarungsbox für das Filament
  • Steckdosenleiste
  • Raspberry 4 (4GB) + SD Karte + Netzteil + Lüfter

Filament, ist der "Druckstoff" für 3D Drucker. Ein langer Faden Kunststoff, aufgewickelt auf einer Spule.
Es gibt verschiedene Arten. Nach Gesprächen und Recherche habe ich mich für PLA und PETG entschieden.

PLA:
+Einsteigerfreundlich
+Umweltfreundlich (Maisstärke)
-Zerbrechlich
-Schmilzt ab 60° (Sonnenbrillenhalter im Auto wird schmelzen)

PETG:
+Flexibel
+Fest
+Temperaturbeständig
+Belastbar
-Kratzempfindlich
-absorbiert Luftfeuchte

Weitere Materialen, werde ich erst verwenden, wenn ich mich an das Thema angenähert habe.
Für tieferes Wissen empfehle ich: https://all3dp.com/de/1/3d-drucker-filament-vergleich-beste-arten/#section-standard-3d-drucker-filamente

Aufbewarungsbox für das Filament, hier habe ich eine normale IKEA Samla Box genommen, die noch ohne Bestimmung rumstand. Filament sollte Trocken gelagert werden. Normalerweise kommen die Rollen auch mit einer Verschließbaren Beutel und Silicea Gel. Beides aufheben! Und wenn das Filament nicht gebraucht wird, lege ich diese in Ihren Beutel mit einem Päckchen Gel und dies dann in die Kiste.
Zusätzlich habe ich noch Silicea Päckchen die im Haushalt rumflogen mit in die Kiste geworfen.

Steckdosenleiste, aufgrund der Steckdosensituation im Keller, habe ich mir noch eine Werkstattsteckdosernleiste mit Schalter gegönnt.

Raspberry 4, Octoprint empfielt ausdrücklich die 4 GB Version. 32GB Micro SD Kartem liegen genug bei mir rum, also kein Bedarf hier.
Als Gehäuse habe ich mir folgendes bei Thingiverse heraus gesucht: https://www.thingiverse.com/thing:4586351
Welches auch einen Lüfter beeinhaltet, daher habe ich mir gleich einen Mitbestellt.
Stromversorgung über das Druckernetzteil, wollte ich mir im ersten Schritt nicht zutrauen, also noch ein entrechendes USB-C Netzteil dazu.
Hinweis: Zum Installieren und Einrichten braucht man keinen Monitor oder gar Linuxkenntnisse! Wer doch was sehen will braucht unter Umständen einen Micro HDMI Adapter. Lediglich ein Kartenleser am PC, Octoprint, Etcher und ein Texteditor sind notwendig.

Also alles Bestellt und freudig auf den, die Paketboten gewartet.
Denn zwischen Bestellvorgang und Anlieferung vergingen ein paar Tage.

Zum Aufbau komme ich dann im näcshten Teil :-)


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